Bei Mode Tipps für kleine Frauen fühle ich mich oft nicht angesprochen, da sie gefühlt eher auf jüngere Frauen ausgerichtet sind. Deshalb starte ich hier aus eigenem Interesse eine neue Reihe mit Mode Tipps für kleine Frauen ab 40. 🙂

Betone, was du an deiner Figur liebst!

Das ist vermutlich der beste Modetipp für Frauen überhaupt. All die Tipps sind letztlich genau das, Tipps. Wenn du ein bestimmtes Körperteil an dir besonders magst, dann unterstreiche es und lenk den Blick dort hin. Je wohler du dich nämlich in deiner Haut fühlst, desto großartiger ist deine Ausstrahlung und das Gefühl, dass du bei anderen Menschen auslöst.

Hier jetzt trotzdem ein paar grundsätzliche Mode Tipps für kleine Frauen. Generell solltest du als kleine Frau auf alles verzichten, was die Proportionen verschiebt und die Figur „staucht“.

  • Versuch den Blick auf deine obere Körperhälfte zu lenken. Das gelingt mit hellen Oberteilen z. B. besser als mit dunklen.
  • Oberteile mit V-Ausschnitt sind wunderbar, um deinen Oberkörper zu strecken und schmaler wirken zu lassen und lenken den Blick Richtung Gesicht.
  • Hosen und Röcke mit hohem Bund verlängern optisch die Beine. Hüfthosen, solltest du meiden. Mir fällt das leicht, ich kann es nämlich nicht leiden, wenn beim Sitzen ständig das Oberteil aus der Hose rutscht.
  • Wenn du Röcke trägst, sind helle nudefarbene Schuhe super, da sie vom Auge nicht so wahrgenommen werden und das Bein unten nicht „abschneiden.“
  • Wenn möglich, bleib mit deiner Kleidung in einer Farbfamilie und versuche harte Kontraste zu vermeiden. Sie „zerschneiden“, deinen Körper, was sich wiederum ungünstig auf die Wahrnehmung auswirkt.
  • Lenke den Blick auf deine schmalsten Körperstellen, wie Handgelenke und Fußfesseln.

Gedanken zum Thema

Ihr kennt den Spruch: Klein aber Oho…. Ich hasse ihn.

Ich bin 1,63 m. Somit gelte ich (grade noch so) als kleine Frau. Wie Vieles im Leben ist aber auch das relativ. Meine Mutter ist 1,53 m und vermutlich mittlerweile noch ein bisschen kleiner, dem Alter geschuldet. Im Vergleich zu ihr bin ich also fast groß.

Oft werden ja Nachteile aufgezählt, wenn es um kleine Körpergrößen geht. Ich selbst habe das nie so empfunden. Wenn ich irgendwo nicht ran komme, hole ich eine Leiter oder ich frage jemanden. War bisher noch nie ein Problem. Vielleicht ändert sich das, wenn ich gebrechlich werde, da wäre die Leiter dann womöglich eine Gefahr und somit doch ein Nachteil. 🙂

Als kleine Frau muss man sich nur zu helfen wissen. Z.B. was die Länge von Kleidungsstücken angeht. Häufig ist natürlich die Hose zu lang oder der Rocksaum endet ungünstig und betont uns unvorteilhaft.
Aber genau dafür gibt es den wunderbaren Berufsstand der Änderungsschneiderinnen. Mittlerweile habe ich zu „meiner“ Schneiderin, dass soll jetzt genauso verschworen kumpelhaft klingen wie bei ‚meiner‘ Nagelfrau, ‚meiner‘ Friseurin und früher ‚meiner‘ Reinigungsfrau, eine enge Verbindung.

Also meine Änderungsschneiderin, eine lieben Griechin. Ihr fühle ich mich sogar noch verbundener als den anderen Damen, zumindest auf körperlicher Ebene. Sie hat schließlich einen ganz intimen Einblick in meine Physis. Und kennt die Stellen, die ich, ohne mich in Pose zu werfen, nicht mal meinem Mann freiwillig präsentiere.
Sie weiß genau, wo ein bisschen mehr Nahtzugabe stehenbleiben muss und wo sie um der lieben Form willen auch ein wenig davon wegnehmen kann.

Ich bin sexy, nicht süß!

Das Einzige, was mich bis heute etwas stört ist, dass ich als kleine Frau manchmal das Gefühl habe nicht richtig ernst genommen zu werden. Zum Glück kommt das nicht so häufig vor. Man gilt eben schnell als süß und was noch schlimmer ist, als harmlos! Was soll das eigentlich sein? Harmlos? Und wie kommen manche Leute dazu, das an der Körpergröße festzumachen?

Mit der Bezeichnung ’süß‘ habe ich früher, als Jugendliche und junge Frau noch kokettiert. Da muss ich gestehen, habe ich selbst meinen Beitrag geleistet und es mir oft einfach gemacht, indem ich schlicht mit großen Augen von unten in die Welt blickte. Tsts, bei der Erinnerung möchte ich heute mein damaliges Ich mächtig durchschütteln…

Mittlerweile gibt es für kleine Frauen in einigen Shops sogenannte Petite Größen. Mir selbst sind diese oft zu jugendlich. Außer bei Boden.de, da finde ich immer wieder tolle Modelle.

Als Frau, der etwas an Mode liegt, ist es mir wichtig zu wissen was mir steht und wovon ich modisch besser die Finger lassen sollte. Gerade kleine Frauen können mit ein paar Tricks wunderbar ihre Ausstrahlung und ihre Proportionen unterstreichen.

Welcher Figurtyp bist du?

Zu Beginn solltest du herausfinden, welcher Figurtyp du bist, falls du das nicht schon weißt.

Ich selbst bin ungefähr der Sanduhr oder X Typ. Das bedeutet, dass meine Schultern und Hüften in etwa gleich breit sind und die Taille schmal ist. Meine resistenten Zonen sind meine Oberschenkel, Oberarme und mein Po. Resistent deshalb, weil ich an ihnen schnell zu- und viel weniger schnell, wieder abnehme 🙂 Besonders, seit ich die 40 überschritten habe, hat sich einiges verändert und das ist völlig ok. Ich passe mich dem einfach an und riskiere öfters einen möglichst rationalen Blick in den Spiegel 🙂

Die meisten Frauen sind Mischtypen, also keine Bange, wenn du nicht zu 100 % in eine Kategorie passt. Die Figurtypen dienen nur als Richtschnur.

Als kleine Frau wird einem oft geraten High Heels zu tragen. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht aber ich bekomme in High Heels sehr schnell Fuß – und Sprunggelenkschmerzen. Außerdem habe ich einen Hallux Valgus und schon allein deshalb vermeide ich es, hohe Schuhe zu tragen, zumindest, wenn es nicht unbedingt sein muss. Deshalb trage ich selten Schuhe die einen höheren Absatz als 5 cm haben. Am liebsten mag ich Schuhe mit einem leichten Plateau, so kann ich auch einen ganzen Tag auf hartem Asphalt unterwegs sein.

Welcher Farbtyp bist du?

Ich z. B. bin ein Mischtyp zwischen Frühling und Herbst. Habe also einen warmen Unterton der Haut. Zu harte Kontraste versuche ich zu vermeiden.
Meine liebsten Farben sind Khaki und Dunkelgrün, Rostrot, Braun, Caramel und Creme. Schwarz liebe ich trotzdem, für den dramatischen Auftritt.

Manchmal trage ich auch gerne ein Blümchenkleid, baue dann aber gezielt einen Stilbruch ein, in Form einer Lederjacke, derben Boots oder ähnlichem. Denn wie gesagt, mit jenseits 40 möchte ich nicht mehr ’süß‘ aussehen.

Einem Modediktat mag ich mich trotzdem nicht unterwerfen. So wichtig will ich das Thema gar nicht nehmen. Deshalb gibt es in meiner Garderobe auch Maxikleider, obwohl kleine Frauen das angeblich nicht tragen sollen. Pfff!

Nächste Woche gehts weiter mit der Reihe, lasst euch überraschen!

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