– Schlendern in Dresdens Neustadt

2 wunderschöne Tage haben wir letztes Wochenende in Sachsens Hauptstadt Dresden verbracht.

Da wir beide zuvor noch nie dort waren nutzten wir das Internet um uns allerhand Tipps zu holen, wie wir die 2 Tage gestalten könnten. Für uns war schnell klar, dass wir in erster Linie einen Eindruck von der Stadt bekommen möchten. Ein Gefühl für sie entwickeln wollen, soweit das an einem Wochenende überhaupt möglich ist.

Wohnen in der Neustadt

Besonders die Neustadt von Dresden hat uns im Vorfeld gereizt, so haben wir uns auch gleich dort ein Hotel gesucht. Die Neustadt ist ein alternativer Stadtbezirk, der vor allem von Studenten und der alternativen Szene belebt wird. Sofort haben wir uns in den bunten Straßen mit den vielen Graffitis an den Hauswänden, den Bars, kleinen Geschäften und vielfältigen Restaurants wohlgefühlt. Für mich war es ein bisschen wie eine Gefühlsreise in lang zurückliegende Kreuzberger Zeiten. Hier gibt es viele Familien mit kleinen Kindern, die wirken als wären sie nach dem Studium ihrem alten Viertel treu geblieben und tragen so zum Eindruck des bunten, lebhaften Stadtteils bei.

Die Neustadt ist aufgeteilt in die Innere und Äußere Neustadt. Das bunte Treiben findet hauptsächlich in der Äußeren Neustadt statt. Zum Übernachten finden sich hier auch einige Hostels und kleine Hotels für den schmalen Geldbeutel.

Streetfotografie

Die Dresdner Neustadt ist ein super Ort um ein bisschen in die Street Fotografie einzutauchen und coole Fotos zu schießen. Hier gibt es jede Menge spannende Motive – kreativ sein erwünscht! Durch die strengen Datenschutzverordnungen müsst ihr aber aufpassen, dass ihr niemanden erkennbar auf euren Fotos habt oder euch dafür eine Einwilligung holt. Zumindest, wenn ihr die Bilder veröffentlichen wollt.

Ein Wochenende in Dresden
Ein Wochenende in Dresden, Spurengeflüster
Ein Wochenende in Dresden, Tipps für die Neustadt
Ein Wochenende in Dresden Spurengeflüster
Ein Wochenende in Dresden, Tipps für die Neustadt
Ein Wochenende in Dresden
Ein Wochenende in Dresden, Tipps für die Neustadt
Ein Wochenende in Dresden Spurengeflüster

Die Kunsthof Passage

Ein beliebtes Touristenziel in der Dresdner Neustadt ist die Kunsthof Passage. Die schmucken Hinterhöfe beherbergen kleine Mode und Accessoire Läden und diverse Cafés, hier soll Wohnen, Arbeiten und Leben miteinander verschmelzen. Die Idee dazu entstand vor über 20 Jahren. Die verschiedenen Höfe spiegeln unterschiedliche Themen wider und greifen sie in ihrer Gestaltung auf. Die fantasievollen Hausfassaden locken einige Touristen an, die ansonsten schätzungsweise kaum in der Neustadt landen würden. Ihr findet den Dresdner Kunsthof zwischen der Alaunstraße 70 und der Görlitzer Straße 25.

Essen und Trinken

Die Straßen rund um die Alaunstraße sind ein Essen- und Feierparadies. In den zwei Tagen, die wir dort waren, konnten wir allerdings nur an der Oberfläche kratzen, zumal wir abends viel zu müde vom vielen Rumlaufen waren. Falls ihr Lust auf ausschweifendes Nachtleben habt, findet ihr aktuelle Tipps in den Stadtmagazinen.

Einen coolen Tipp kann ich euch aber geben. Die Scheune, privatisiert und als Scheune e.V betrieben ist es Gastronomie- und Kulturzentrum in einem. Gönnt euch ein leckeres Frühstück oder genießt eine alternative Kulturveranstaltung. Die Scheune wartet mit einem stets abwechslungsreichen Programm auf. Zudem ist die Geschichte rund um die Anfänge und Entwicklung der Scheune hochinteressant und stark mit der Geschichte des Stadtteils verwoben.

Club: Katys Garage – Cooler Club mit toller Entstehungsgeschichte – lest sie ruhig auf der Website nach 🙂
Shoppen: Au Cherie – hübsche Boutique mit sehr sympathischer Beratung. Hier bin ich gleich zwei Mal fündig geworden.
Essen: Mikado – Japanisches Restaurant in der Alaunstraße mit super leckerer Speisenauswahl

Die Altstadt

Neustadt und Altstadt sind durch die Elbe getrennt und über Brücken mit einander verbunden.

In der Altstadt befinden all die berühmten Bauwerke für die Dresden bekannt ist. Die Semper Oper, der Zwinger, die Frauenkirche. Wenn man bedenkt, dass vor nicht allzu langer Zeit die Altstadt noch komplett zerstört war ist es beachtlich, wie schön heute alles wieder aufgebaut ist.

Hier gibt es für kunstbegeisterte Besucher verschiedene Ausstellungen und Sehenswürdigkeiten. Wer aber nur begrenzt Zeit hat sollte sich vorher schlau machen, welches Museum er besuchen möchte. Die Zeit vergeht wie immer viel zu schnell!

Bei unserem Besuch war leider vor der Semper Oper eine Baustelle, deshalb kein Foto… Aber die kennt ihr ja ohnehin 🙂

Um in kurzer Zeit einen Überblick über die Stadt zu bekommen und obendrein noch allerhand Insider Wissen mitzunehmen, für den lohnt sich eine Fahrt in einem der vielen Doppeldecker Stadtrundfahrt Busse. Sogar meine Dresdner Freundin Swantje, obwohl Einheimische, hat so eine Tour schon mitgemacht und fand die Anekdoten und Infos unterhaltsam und zudem spannend.
Wenn die Elbe ausreichend Wasser führt, ist eine Rundfahrt mit einem der Elbdampfer lohnenswert. Die Strecken führen teils sogar ein wenig ins wunderhübsche Umland von Dresden.

Im Zwinger Hof

Ich muss gestehen, dass wir recht wenig Zeit in der Altstadt verbracht haben. Besonders was das Essen angeht, waren wir in der Neustadt rund um die Alaunstraße deutlich besser aufgehoben. Hier ist auf kleinem Raum eine großartige kulinarische Vielfalt zu finden und es ist kein Problem Kaffee und meinen geliebten Chai Latte mit Hafermilch zu bekommen.

Uns beiden hat die Stadt jedenfalls sehr gut gefallen. Besonders die Mischung aus sozialistischen Gebäuden, wiederaufgebauten alten Bauten und im Kontrast die coole Neustadt fanden wir spannend. Hier lohnt es sich mit etwas mehr Zeit noch genauer einzutauchen um spannende Einblicke zu bekommen. Dazu ist ein Wochenende in Dresden eindeutig zu kurz.

Wenn ihr noch ein paar Tipps abseits der typischen Touristenpfade habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare.

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